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Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke ist die größte und wohlschmeckendste der heimischen Schnecken. Zur Überwinterung bildet sie den typischen Kalkdeckel. In Frankreich bekannt als Burgunderschnecke oder Escargot de Bourgogne hat sie eine kernige Konsistenz und ein kräftiges Aroma. Die Weinbergschnecke (Helix Pomatia) ist in Europa beheimatet. Sie erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Länge von bis zu 8 cm.

Weinbergschnecken stehen in Österreich unter Naturschutz. In freier Natur kann sie ein Alter von bis zu acht Jahren erreichen.

Biologie:

Der Körper ist in Kopf, Fuß, Eingeweidesack und Mantel gegliedert. Der Kopf trägt die Mundöffnung und 2 Tentakelpaare, an der Spitze des hinteren befinden sich die Augen.

An der rechten Körperseite ist die Atemöffnung. Der Schalenmuskel setzt an der unteren Hälfte der Spindel an und breitet sich strahlenförmig nach vorne aus, in Kopf, Mundmasse und Fuß.

Die Radula ist eine dünne Platte mit vielen Zähnen in Längs- und Querreihen.

Weinbergschnecken sind Zwitter und tragen beide Geschlechtsteile in sich.

Vor der eigentlichen Paarung stoßen sich die Schnecken gegenseitig einen etwa 5 mm langen sogenannten Liebespfeil in den Fuß.

Damit zeigen sie einander, dass sie zur Paarung bereit sind. Sechs bis acht Wochen nach der Paarung werden die reifen Eier abgelegt.

Mit dem Fuß gräbt die Weinbergschnecke dann ein Loch, in das sie ca. 20 Eier ablegt.

Die Eier bleiben zwei Wochen in der gegrabenen Höhle, dann schlüpfen die Jungschnecken mit dem fertigen Häuschen aus den Eiern.

Lebensweise

Da Weinbergschnecken Flüssigkeitsverlust vermeiden müssen, sind sie hauptsächlich nachts oder bei feuchtem Wetter aktiv. Trockenperioden können im Ruhezustand gut überdauert werden. Zu den natürlichen Feinden zählen Igel, Kröten, Mäuse und Vögel.


Mehr zum zum Thema Weinbergschnecken und anderen Weichtieren finden Sie auch bei Robert Nordsieck auf www.weichtiere.at.

Lesen Sie hier über unsere Schneckenfarm in Rothneusiedl







Schnecken sind in aller Regel rechtsdrehend

"Mehr als 90 Prozent der Schnecken weltweit sind rechts gewunden und die Linksgewundenen bilden die kleine Minderheit." Artspezifisch windet sich die Schließmundschnecke (Clausiliidae) nach links, bei der Weinbergschnecke (Helix pomatia) kommt auf zehn Millionen Vertreter eine linksgewundene. Der Volksmund nennt diese bei Sammlern begehrten Tiere "Schneckenkönige"

Das Schneckenhaus schützt die empfindlichen inneren Organe der Schnecke, die im Eingeweidesack liegen. In der Entwicklung des Embryos drehen sich Eingeweidesack und Mantel um die Längsachse des wachsenden Hauses. Da kalkhaltige Nahrung wichtig ist, müssen die frisch geschlüpften Schnecken erst einmal die eigene Eierschale fressen. Die Tiere produzieren einen Kalkbrei, den sie durch Drüsen auf dem Rücken ausscheiden. Gleichzeitig werden Proteine produziert, die den Kalkbrei erstarren lassen. Windung um Windung baut die Schnecke so an ihr Haus an; entsprechend ihres eigenen Wachstums werden die Windungen immer breiter.