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Schneckentradition

Weinbergschnecken stellen ein besonders nahrhaftes und gesundes kulinarisches Produkt mit vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten dar. Schnecken sind aus der traditionellen Küche Frankreichs, Griechenlands, Italiens und Spaniens nicht wegzudenken. In der Karibik, in weiten Teilen Amerikas, in Asien und bei vielen afrikanischen Stämmen hat der Verzehr von Schnecken außerdem einen besonderen Ruf: seine positive Auswirkung auf die männliche Potenz.

Wien

Wien war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine Hochburg der Schneckenliebhaber.
Vor allem als Fastenspeise wurden sie hoch geschätzt. Als Arme Leut Essen verpönt, kam die Weinbergschnecke im 19. Jahrhundert in der Gesellschaft wegen ihrer aphrodisierenden Wirkung wieder in Mode. Aus dieser Zeit sind bis heute noch viele Rezepte erhalten geblieben. In Wien gab es sogar einen eigenen Schneckenmarkt. Die Schnecke wurde dort von Schneckenweibern als Wiener Auster angeboten. Dieser Markt befand sich in der Gegend des heutigen Jungferngasserl hinter der Peterskirche. Siehe Bild mit Kupferstichwerk aus dem Jahre 1775 (Der Kaufruf in Wien). Man verzehrte die Schnecken dort am liebsten gekocht und gezuckert als Imbiss, gebacken oder auch mit Speck gebraten zum Weinkraut. Schneckenrezepte befinden sich in nahezu allen, traditionellen Kochbüchern Österreichs. Aber auch die Schneckenzucht war im 18. Jahrhundert hier schon sehr verbreitet - viele Adelssitze hatten eigene Schneckenzuchtbetriebe, welche sich um die Versorgung der Adeligen mit den notwendigen Delikatessen kümmerten.

Römer

Der Verzehr von Weinbergschnecken erlebte in Rom im ersten Jahrhundert vor Christus einen ersten Aufschwung.
Um ca. 50 v. Chr. begann ein findiger Römer namens Fulvius Hirpinius mit der professionellen Aufzucht. Die Schnecken wurden mit Milch und mostgetränktem Mehl gemästet und erreichten dadurch beträchtliche Größe.

Marcus Gavius Apicius - ein römischer Feinschmecker und der bekannteste Kochbuchautor der Antike - empfahl, die Schnecken mehrere Tage vor ihrer Zubereitung in Milch einzulegen und sie anschließend zum Verzehr zu braten.
Die Römer waren es dann auch, welche die Weinbergschnecken in ganz Europa verbreiteten. Sogar im nahen Carnuntum konnte aufgrund zahlreicher Ausgrabungsfunde ein hoher Schneckenkonsum nachgewiesen werden. Im Archäologischen Park Carnuntum findet auch die genussreiche Veranstaltung Carnuntum genießt: Römische Gaumenfreuden im Traumhaus der Antike statt.

Mönche

Als beliebte Fastenspeise (weder Fisch noch Fleisch) gab es in den meisten Klöstern Schneckengärten. Mönche mästeten dort die Schnecken mit speziellen Kräutern, um ihnen eine gewisse Würze zu verleihen. Klosterköche entwickelten dabei eine ungeheure Fantasie in der Zubereitung ihrer Fastenspeisen.

Noch heute ist die Fastenzeit Hauptsaison der Weinbergschnecken. Am Aschermittwoch findet auch noch heute oft ein traditionelles Fisch-, Froschschenkel-, Kuttel- oder eben auch Schneckenessen statt.








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