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Gugumuck Hof

Die Geschichte der Familie Gugumuck in Rothneusiedl reicht bis ins Jahr 1720 zurück. Was davor war, ging leider durch Brand der Oberlaaer Kirche während der letzten Türkenbelagerung verloren.

Der Name Gugumuck setzt sich übrigens aus dem germanischen GUG – lautlachen (vgl. althochdeutsch gaucalan) und dem germanischen MUCK zusammen. Die seit urgermanischer Zeit unveränderten Teile des Namen GUGUMUCK könnten daher so viel wie „Der mächtig Lachende“ bedeuten.

Wenn wir 3 Generationen zurückblicken, so erblickte Johann Gugumuck, Sohn des Dorfrichters von Rothneusiedl am 16.12.1877 das Licht der Welt.

Aus seiner ersten Ehe mit Maria Strasser gingen 5 Kinder hervor: Johann, Franz, Hermine, Elisabeth und Karl. Auf seiner Landwirtschaft hielt Johann Pferde, Kühe, Schweine, Gänse, Hühner, Kaninchen und Tauben.

Im Taubenkobel, der sich bis zum Jahre 1954 auf dem Hof befand, war sogar eine echte Türkenkugel eingemauert. Sein Feldgemüse wurde damals am Heumarkt verkauft.

Den 15-jährigen Erstgeborenen, Johann schickte er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Maria Stöckl zweimal die Woche per Pferdewagen auf den Wiener Heumarkt, der sich im heutigen ersten Wiener Gemeindebezirk befindet. Dort wurde nach einer guten Stunde Anfahrt das Feldgemüse angeboten und verkauft.

Im Jahre 1952 heiratete Johann Gugumuck die Oberlaaer Bauerntochter Leopoldine Gilly. Sein 4-Mäderl-Haus entstand danach mit den drei Töchtern Elisabeth, Helga und Waltraud.

1959 übernahm Johann nach dem Tod seines Vaters den Hof in Rothneusiedl. Zu seinen besonderen Leidenschaften zählte die Botanik. So züchtete er bereits in den 50er Jahren gelbe Pfingstrosen, gelben Flieder wie auch Feigenbäume und brachte durch Veredelung sogar 5 verschiedene Apfelsorten auf einem Baum hervor.

1964 erhielt Johann bei der Internationalen Gartenschau für seine Petersilienwurzen die Silber- und 1974 die Bronzeauszeichnung, was ihn mit großem Stolz erfüllte. Weiters machte er sich mit seinen Sieglinde-Erdäpfeln einen Namen.

Ein bisschen Biobauer war Johann Gugumuck auch damals schon, denn statt dem Spritzen "durften" auch Frau und Töchter statt dessen das Unkraut jäten. Neben der Feldarbeit war Leopoldine auch für die Versorgung der Tiere – Rinder, Schweine, Pferde und Hühner - zuständig und sie organisierte selbstverständlich den gesamten Haushalt. Noch heute ist sie für ihren legendären Schmerstrudel bekannt.

Nach dem Tod von Johann 1979, führte sie die Landwirtschaft noch bis zu ihrer Pensionierung in kleinem Rahmen weiter. Der Oberlaaer Landwirt Johann Hembach, Ehemann von Tochter Waltraud, bewirtschaftet seither die Gugumuck´schen Äcker. Waltraud und Johann Hembach führen ihren eigenen Betrieb in Oberlaa mit der Erzeugung von Suppengrün.

Tochter Helgas Söhne, Wirtschaftsinformatiker Andreas und Betriebswirt Alexander wuchsen auf dem Hof in Rothneusiedl auf. An eine Hofübernahme dachte hier bis vor kurzem niemand.

Als Andreas für seine im Nebenerwerb aufgezogene Weinbergschneckenzucht 2009 den Innovationspreis der Jungbauern von Landwirtschaftsminister Berlakovich verliehen bekam, stand sein Entschluss fest: Er kehrte der IT-Branche den Rücken und übernahm kurzerhand die Landwirtschaft von Großmutter Leopoldine.

Andreas Gugumuck mit Frau Doris Puchegger (9.8.1974 - †12.04.2012) und Tochter Lena. Wir trauern um unsere Doris!





Im Zuge des Wiener Erntedankfestes am Heldenplatz wurde uns vom Bundesminister Niki Berlakovich und der Jungbauernschaft ein Innovationspreis verliehen.

Andreas Gugumuck wurde der Innovationspreis der Jungbauern von Elisabeth Köstinger, Fritz Grillitsch Niki Berlakovich verliehen

Die Preisverleihung erfolgte weiters durch die EU-Parlamentarierin Elisabeth Köstinger und Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch.

Weitere Infos auf www.jungbauern.at